26. Februar 2010
19. Februar 2010
The Big Empty
John (Jon Favreau), ein erfolgloser Schauspieler, der einen Haufen Schulden hat, soll einen blauen Koffer in der Wüste an einen unbekannten Cowboy übergeben. Selbstredend darf dieser Koffer nicht geöffnet werden. Selbstredend verpasst John Cowboy und sitzt erstmal in einem kleinen Kaff im Nirgendwo der Wüste fest... Während er also auf Cowboys Rückkehr wartet, erfährt er so allerhand über die wenigen Bewohner des Ortes und stolpert immer tiefer in eine äußerst merkwürdige Situation, in der nicht nur insgesamt 12 blaue Koffer, eine Bowlingtasche und Außerirdische eine große Rolle spielen...
Ein kurioser Film, der aber dennoch das Zeug zum Kultfilm hat...
Der Vergleich zu David Lynch (auf der Rückseite der DVD) ist meines Erachtens ein bisschen weit hergeholt, sind Lynchs Filme doch eher abgedreht, verstörend und düster. "The Big Empty" ist weder düster noch verstörend. Okay, ein wenig abgedreht, aber letzendlich fühlt man sich nicht verloren, wenn der Abspann läuft. Der Film an sich ist ruhig, sehr ruhig, aber dennoch kurzweilig. Die Story ist auch nicht unbedingt das, worauf es hier ankommt, es sind eher die Bilder, die Portraits der Einwohner und die Stimmung der Gesamtsituation.
Dass am Ende doch irgendwie noch alles gut wird, rechne ich dem Film hoch an, auch wenn nicht alles verständlich ist oder aufgeklärt wird...
Fledermausland - Oliver Dierssen
Kurzbeschreibung
Sind Sie schon einmal nackt einer Fledermaus begegnet?Das ist nur eines der Probleme, mit denen Sebastian Schätz zu kämpfen hat, und langsam weiß er nicht mehr weiter: Die GEZ hetzt ihm eine Bande von Zwergen auf den Hals. Auf einer Toilette wird er von einem depressiven Vampir überfallen. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass die Frau, die er liebt, gar kein Mensch ist. Kann es für Sebastian noch schlimmer kommen? Ja, es kann ... Willkommen im Fledermausland!
Sebastian Schätz, Anfang zwanzig, treibt eher planlos durch Hannover. Seine Freundin Kim ist zwar überirdisch schön, hält ihn aber noch auf Abstand. Also ist für Sebastian Priorität Nummer eins, Kim ganz für sich zu erobern. Doch auf einmal häufen sich die seltsamen Ereignisse: Zuerst muss er sich nachts gegen eine Fledermaus wehren, und zwar nackt. Dann vermasselt ihm auch noch ein Vampir das langersehnte Date mit Kim. Als er schließlich von einem unheimlichen Hausgeist und ein paar korrupten Zwergen entführt wird, dämmert Sebastian Schätz so langsam, dass er da in etwas hineingeraten ist: Ist die Welt völlig verrückt geworden oder nur er selbst? Für Sebastian beginnt die längste und wildeste Nacht seines Lebens. Er muss nicht nur sein, sondern auch Kims Leben verteidigen – und am Ende ist nichts mehr, wie es einmal war ...
Der definitive Vampirroman für die Generation Praktikum – umwerfend komisch und packend.
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Bei der Leserunde mit Autor im Fantasy-Forum wurde diesmal der echt lustige Debutroman von Jungautor Oliver Dierssen besprochen. Er war, was bei einer Leserunde mit Autor üblich ist, auch selbst dabei und hat geduldig und bereitwillig auf all unsere Fragen und Kommentare geantwortet.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Sprache vor allem ist amüsant und sehr kurzweilig zu lesen. Das Buch ist rasant geschrieben und weist auch viele sehr originelle Ideen auf, angefangen von dem Hausgeist mit Putzfimmel, der unter der Spüle lebt, über notorisch böse und misstrauische Zwerge der GEZ bis hin zu dem gefählichsten aller Dämonen, den Bhael(zebub), der aber auch seine, nunja, kuscheligen Seiten hat...
Ich würde sagen, bei dem Buch kann jeder seinen Spaß haben, aber besonders die Leser zwischen 20 und 35 Jahren werden den ein oder anderen Aha-Moment erleben.
Vergleiche zu Hennens "Nebenan" und Lukianenkos "Wächter" spare ich mir mal, auch wenn es evtl. einige Parallelen aufweisen mag. Vergleiche haben immer einen faden Beigeschmack; dieses Buch hat sowas gar nicht nötig, es funktioniert wunderbar ohne sich auf irgendwelche vorgegebenen Stufen anderer Autoren stellen zu müssen.
4 von 5 Sternen
17. Februar 2010
Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier
Kurzbeschreibung
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Lach-Therapie für alle Schwarzseher - oder wenn das Leben es mal wieder nicht so gut mit einem meint ...
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Wieder ein sehr lustiges und empfehlenswertes Buch meiner Lieblingsautorin Kerstin Gier. Diesmal schreibt sie leichtfüßig und gekonnt humorvoll über das gar nicht lustige Thema "Selbstmord" und "Depression" ohne dieses ernste Thema in irgendeiner Form ins Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil, ob des doch recht traurigen Umstands, dass Gerri sich das Leben nehmen möchte, stolpert sie in so abgedrehte und zum Teil tragische Situationen, dass man allein deshalb schon mitfühlt. Zum Glück wendet sich alles zum Guten und man ist selbst versucht, einfach mal auch seine Abschiedsbriefe zu schreiben und in seinem Leben und dem Freundes- und Bekanntenkreis mal Tabula rasa zu machen. Wer weiß, vielleicht stimmt es ja, dass sowas befreiend wirkt und man sich danach einfach besser und gereinigt fühlt.
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Wieder ein sehr lustiges und empfehlenswertes Buch meiner Lieblingsautorin Kerstin Gier. Diesmal schreibt sie leichtfüßig und gekonnt humorvoll über das gar nicht lustige Thema "Selbstmord" und "Depression" ohne dieses ernste Thema in irgendeiner Form ins Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil, ob des doch recht traurigen Umstands, dass Gerri sich das Leben nehmen möchte, stolpert sie in so abgedrehte und zum Teil tragische Situationen, dass man allein deshalb schon mitfühlt. Zum Glück wendet sich alles zum Guten und man ist selbst versucht, einfach mal auch seine Abschiedsbriefe zu schreiben und in seinem Leben und dem Freundes- und Bekanntenkreis mal Tabula rasa zu machen. Wer weiß, vielleicht stimmt es ja, dass sowas befreiend wirkt und man sich danach einfach besser und gereinigt fühlt.
An manchen Stellen wurde der Witz zwar bis aufs Blut ausgereizt, dennoch ist dies eines der noch besseren Gier-Bücher. Kaufempfehlung, besonders, wenn man gerade selbst ein bisschen down ist.
Tipp: Nicht das Nachwort vergessen, darin ist Frau Gier immer besonders kreativ...
4,5 von 5 Sternen
14. Februar 2010
Die geheimnisvolle Minousch
"Die geheimnisvolle Minousch" ist ein wunderschöner, fantasievoller Familenfilm aus Holland.
Eigentlich habe ich mir diesen Film nur gekauft, weil er bei Amazon vor einiger Zeit nur 2,97 € gekostet hat, und ich meine versandkostenfreie Lieferung ab 20,00 € noch nicht erreicht hatte... ich dachte, nunja, ein Katzenfilm, wieso nicht... bei dem Preis.
Eben habe ich mir den Film dann endlich mal angesehen und bin begeistert. "Die geheimnisvolle Minousch" ist einfach ein liebevoller, zauberhafter Film für die ganze Familie.
Ganz besonders großartig ist Minousch-Darstellerin Carice van Houten, der man es jede einzelne Sekunde abnimmt, dass sie tatsächlich eine Katze in Menschengestalt ist. Sie spielt so rührend, imitiert gekonnt die kleinsten Bewegungen einer Katze und ihr Miau-Miau-Song über den Dächern der Kleinstadt ist einfach nur süß.
Aber auch die Katzen selbst sind allerliebst. Es wurde hier mit echten Tieren gearbeitet, was offensichtlich sowohl ein Geduldsspiel als auch großes Vergnügen war. In den Specials, was u.a. auch ein fast 30-minütiges Making-off beinhaltet, wird gezeigt, wie eigensinnig die verschiedenen Katzen und Hunde beim Dreh sein konnten, und mit wie viel Geduld und Humor das Team die verschiedenen Szenen immer und immer wieder gedreht hat.
Jeder, der sich gerne abseits vom Mainstream mal für 90 Minuten einen wirklich liebenswerten Film anschauen möchte, darf sich Minousch nicht entgehen lassen. Hier wird eindrucksvoll bewiesen, dass man auch ohne riesiges Budget und Special Effects einen tollen Film drehen kann, der die ganze Familie verzaubert.
5 von 5 Sternen
Eigentlich habe ich mir diesen Film nur gekauft, weil er bei Amazon vor einiger Zeit nur 2,97 € gekostet hat, und ich meine versandkostenfreie Lieferung ab 20,00 € noch nicht erreicht hatte... ich dachte, nunja, ein Katzenfilm, wieso nicht... bei dem Preis.
Eben habe ich mir den Film dann endlich mal angesehen und bin begeistert. "Die geheimnisvolle Minousch" ist einfach ein liebevoller, zauberhafter Film für die ganze Familie.
Ganz besonders großartig ist Minousch-Darstellerin Carice van Houten, der man es jede einzelne Sekunde abnimmt, dass sie tatsächlich eine Katze in Menschengestalt ist. Sie spielt so rührend, imitiert gekonnt die kleinsten Bewegungen einer Katze und ihr Miau-Miau-Song über den Dächern der Kleinstadt ist einfach nur süß.
Aber auch die Katzen selbst sind allerliebst. Es wurde hier mit echten Tieren gearbeitet, was offensichtlich sowohl ein Geduldsspiel als auch großes Vergnügen war. In den Specials, was u.a. auch ein fast 30-minütiges Making-off beinhaltet, wird gezeigt, wie eigensinnig die verschiedenen Katzen und Hunde beim Dreh sein konnten, und mit wie viel Geduld und Humor das Team die verschiedenen Szenen immer und immer wieder gedreht hat.
Jeder, der sich gerne abseits vom Mainstream mal für 90 Minuten einen wirklich liebenswerten Film anschauen möchte, darf sich Minousch nicht entgehen lassen. Hier wird eindrucksvoll bewiesen, dass man auch ohne riesiges Budget und Special Effects einen tollen Film drehen kann, der die ganze Familie verzaubert.
5 von 5 Sternen
8. Februar 2010
Die Patin - Kerstin Gier
Kurzbeschreibung
Wer sagt denn, dass der Pate immer alt, übergewichtig und männlich sein und mit heiserer Stimme sprechen muss? Nichts gegen Marlon Brando, aber warum sollte der Job nicht auch mal von einer Frau gemacht werden? Einer Blondine. Mit langen Beinen. Gestählt durch die Erziehung einer pubertierenden Tochter und eines vierjährigen Sohnes. Und wahnsinnig verliebt in Anton, den bestaussehenden Anwalt der Stadt. Constanze ist „die Patin“ der streng geheimen Mütter-Mafia. Gegen intrigante Super-Mamis, fremdgehende Ehemänner und bösartige Sorgerechtsschmarotzer kommen die Waffen der Frauen zum Einsatz. Ein Angriff auf Ihre Lachmuskulatur.
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Nachdem ich dieses Buch zusammen mit dem ersten Teil am Samstag verschenkt hab, konnte ich es nicht sein lassen, den zweiten Band in einem Rutsch schnell mal durchzulesen.
Ich schließe mich der allgemeinen Meinung an, dass "die Patin" nicht an "die Mütter-Mafia" heran reicht. Auch die vermeidlich innovative Idee mit dem Klostein (den KG sogar in ihrem Interview mit Warin aus dem Fantasy-Forum erwähnte), fand ich nicht so unglaublich lustig, wie es wohl gewünscht war. Das kann Kerstin Gier definitiv besser, was sie in ihren anderen Büchern (Rubinrot/Saphirblau) auch beweist.
Dennoch ist "die Patin" ein netter Nachfolgeband, auch wenn sich mir manche Stellen nicht wirklich erschließen, bzw. sich nicht wirklich auflösen wie z.B. die angekündigte Retourkutsche für das Mayonnaise-Schoko-Bon. Hab ich da was überlesen?
Ein breites Grinsen hatte ich auch bei diesem Buch im Gesicht, in schallendes Lachen bin ich aber diesmal nicht ausgebrochen.
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Nachdem ich dieses Buch zusammen mit dem ersten Teil am Samstag verschenkt hab, konnte ich es nicht sein lassen, den zweiten Band in einem Rutsch schnell mal durchzulesen.
Ich schließe mich der allgemeinen Meinung an, dass "die Patin" nicht an "die Mütter-Mafia" heran reicht. Auch die vermeidlich innovative Idee mit dem Klostein (den KG sogar in ihrem Interview mit Warin aus dem Fantasy-Forum erwähnte), fand ich nicht so unglaublich lustig, wie es wohl gewünscht war. Das kann Kerstin Gier definitiv besser, was sie in ihren anderen Büchern (Rubinrot/Saphirblau) auch beweist.
Dennoch ist "die Patin" ein netter Nachfolgeband, auch wenn sich mir manche Stellen nicht wirklich erschließen, bzw. sich nicht wirklich auflösen wie z.B. die angekündigte Retourkutsche für das Mayonnaise-Schoko-Bon. Hab ich da was überlesen?
Ein breites Grinsen hatte ich auch bei diesem Buch im Gesicht, in schallendes Lachen bin ich aber diesmal nicht ausgebrochen.
3,5 von 5 Sternen
4. Februar 2010
Die Träume des Jonathan Jabbok - Ralf Isau
Kurzbeschreibung
Eine phantastische Traumreise, von der es kein Zurück gibt.
Jonathan Jabboks Träume entführen ihn in die fremde Welt Neschan, wo er an der Seite seines »Traumbruders« Yonathan das Land vor dem Untergang retten soll. Mit jedem Schritt, den er tiefer nach Neschan vordringt, entfernt er sich weiter von seiner eigenen Welt - bis er an den Punkt gelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt ...
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Wieder mal ein Buch, was mich überhaupt nicht überzeugen konnte.
Die Grundidee ist ja gar nicht mal so schlecht. Im Prinzip hätte es interessant werden können, diese Idee der Spiegelwelt, in der Jonathan in seinen Träumen die Abenteuer seines "Traum-ichs" erlebt. Leider driftet diese Geschichte dann aber ziemlich schnell in einen schlechten Herr-der-Ringe-Plot. (Nicht der böse Ring muss in einem fernen Land vernichtet werden, sonder der gute Stab muss einem Richter (?) in einem fernen Land gebracht werden, damit wieder alles gut wird.)
Zugegeben, es ist der erste Band einer Trilogie, und ich gehe davon aus, dass die Geschichte in den Folgebändern noch genauer erläutert wird, in diesem Teil jedoch stolpern die Protagonisten von einem dämlichen Fettnapf in den Nächsten...
Was mich besonders fuchsig gemacht hat, es passiert einfach zuviel. Die Geschichte, zumindest der Teil, der in Neschan spielt, ist fast ausschließlich eine Aneinanderreihung von gefährlichen Situationen, aus denen die Protagonisten (nämlich der Ring- äh..Stabträger und sein treuer Freund Sam, achnee, Yomi) immer im letzten Moment und immer mit Hilfe des Stabes oder einer anderen nervigen Figur errettet werden.
Ich gebe zu, an verschiedenen und außergewöhnlichen Figuren mangelt er der Story nicht. Auch Beschreibungen von Umgebung und Landschaft liegen Ralf Isau. Leider gibt er dem Leser nicht die Zeit, dies auch zu genießen. Stattdessen gehts wieder ab in ein wanderndes Moor, zu einem Klebebaum, einer turmhohen, gefräßigen Kröte und so weiter und so weiter.
Fast atemlos rennt man durch die Story und freut sich schon fast, mal wieder ein, zwei Seiten zu lesen, die in der "Realwelt" spielen. Dort sitzt nämlich der zweite Protagonist, also der andere Jonathan, im Rollstuhl und philosophiert altklug vor sich hin. Aber auch diese Figur nervt, da er zwar körperlich behindert ist, dies aber mit Besserwisserei und rhetorischer Aufmüpfigkeit gut zu kompensieren weiß.
Wie gesagt, die Idee wäre nicht schlecht gewesen, die Umsetzung ist leider nicht geglückt.
2 Sterne. Wofür weiß ich allerdings auch nicht so genau...
Jonathan Jabboks Träume entführen ihn in die fremde Welt Neschan, wo er an der Seite seines »Traumbruders« Yonathan das Land vor dem Untergang retten soll. Mit jedem Schritt, den er tiefer nach Neschan vordringt, entfernt er sich weiter von seiner eigenen Welt - bis er an den Punkt gelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt ...
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Wieder mal ein Buch, was mich überhaupt nicht überzeugen konnte.
Die Grundidee ist ja gar nicht mal so schlecht. Im Prinzip hätte es interessant werden können, diese Idee der Spiegelwelt, in der Jonathan in seinen Träumen die Abenteuer seines "Traum-ichs" erlebt. Leider driftet diese Geschichte dann aber ziemlich schnell in einen schlechten Herr-der-Ringe-Plot. (Nicht der böse Ring muss in einem fernen Land vernichtet werden, sonder der gute Stab muss einem Richter (?) in einem fernen Land gebracht werden, damit wieder alles gut wird.)
Zugegeben, es ist der erste Band einer Trilogie, und ich gehe davon aus, dass die Geschichte in den Folgebändern noch genauer erläutert wird, in diesem Teil jedoch stolpern die Protagonisten von einem dämlichen Fettnapf in den Nächsten...
Was mich besonders fuchsig gemacht hat, es passiert einfach zuviel. Die Geschichte, zumindest der Teil, der in Neschan spielt, ist fast ausschließlich eine Aneinanderreihung von gefährlichen Situationen, aus denen die Protagonisten (nämlich der Ring- äh..Stabträger und sein treuer Freund Sam, achnee, Yomi) immer im letzten Moment und immer mit Hilfe des Stabes oder einer anderen nervigen Figur errettet werden.
Ich gebe zu, an verschiedenen und außergewöhnlichen Figuren mangelt er der Story nicht. Auch Beschreibungen von Umgebung und Landschaft liegen Ralf Isau. Leider gibt er dem Leser nicht die Zeit, dies auch zu genießen. Stattdessen gehts wieder ab in ein wanderndes Moor, zu einem Klebebaum, einer turmhohen, gefräßigen Kröte und so weiter und so weiter.
Fast atemlos rennt man durch die Story und freut sich schon fast, mal wieder ein, zwei Seiten zu lesen, die in der "Realwelt" spielen. Dort sitzt nämlich der zweite Protagonist, also der andere Jonathan, im Rollstuhl und philosophiert altklug vor sich hin. Aber auch diese Figur nervt, da er zwar körperlich behindert ist, dies aber mit Besserwisserei und rhetorischer Aufmüpfigkeit gut zu kompensieren weiß.
Wie gesagt, die Idee wäre nicht schlecht gewesen, die Umsetzung ist leider nicht geglückt.
2 Sterne. Wofür weiß ich allerdings auch nicht so genau...
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