23. Mai 2012

Outsource - Auf Umwegen zum Glück

Kurzbeschreibung:
Weil seine Firma das Call-Center, das er in Seattle geleitet hat, nach Indien auslagert, schickt man Todd aufgrund seiner Vorliebe für asiatisches Essen los, um dort neue Strukturen aufzubauen und seine Nachfolger einzuschulen. Doch das Büro ist ein Rohbau, die Belegschaft ungelernt, das Auftragssoll hoch und Indien voller Rätsel. Nach einem kulturellen Crashkurs lernt Todd das Land und mit Asha eine seiner schönsten Repräsentantinnen besser kennen. Doch ungeachtet erzielter Ergebnisse fordert Todds Firma weiteren Tribut.
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Dieser Film ist ein kleines Juwel in dem Einheitsbrei der Romantikkomödien. Die Charaktere sind allesamt unglaublich liebevoll und charmant gezeichnet und bedienen natürlich auch all die erwarteten Klischees, die man sowohl von Indien als auch von Amerika hat. Dennoch wird keine Figur in irgendeiner Weise ins Lächerliche gezogen oder gar entwürdigt. Gerade der Charme der indischen Mitarbeiter ist so herzerfrischend und lebensfroh, dass man sich am Liebsten ins nächste Flugzeug nach Indien setzen möchte. Natürlich ist das Ende in irgendeiner Weise vorhersehbar, aber das Happy End spielt sich eher im Kopf der Zuschauer ab. Besonders gefallen haben mir die kleinen Feinheiten der kulturellen Unterschiede, die hier herrlich auf den Punkt gebracht werden. Z.B. als Todd in völliger Selbstverständlichkeit berichtet, wie man kleine Kälbchen mit einem Brandeisen kennzeichnet. Die Augen der indischen Mitarbeiter waren einfach nur zu köstlich. Überhaupt sind sämtliche Figuren bis ins Detail hervorragend gecastet und augearbeitet.

Outsourcing ist ein Film, der einem vom ersten Augenblick ein Lächeln ins Gesicht zaubert, welches man bis zum Abspann nicht verliert.

12. Mai 2012

Beuterausch - Jack Ketchum

Kurzbeschreibung


Gefangen in einer Spirale der Gewalt
Sie ist die letzte Überlebende eines Kannibalenstamms, der jahrzehntelang die Ostküste der USA in Angst und Schrecken versetzte. Geschwächt und verwundet gerät sie in die Gewalt des tyrannischen Familienvaters Cleek. Der Sadist Cleek versucht, die wilde Frau zu »zähmen«, wobei er seine Familie als Komplizen missbraucht. Doch er hat den Überlebenswillen seiner Gefangenen unterschätzt. Bevor sein Experiment zu Ende ist, werden alle Unaussprechliches durchleiden müssen.

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Ein Buch, das meine beste Freundin mit empfohlen und geliehen hat. Ich muss dazu sagen, sie steht auf Stephen King und Horror/Splatter.
Ja, das Buch las sich schnell. Vielleicht lag es aber auch an den "nur" 288 Seiten. Da bin ich mit den Fantasybüchern schon schwereres gewohnt.

Die Geschichte kommt meines Erachtens das ganze Buch über nicht wirklich in die Gänge. Natürlich fiebert man irgendwie mit den vermeindlichen Opfern mit, aber weder die Handlung noch die Charaktere entwickelten die von mir erwartete Tiefe. (Lag das evtl. auch an den nur 288 Seiten?) Es geht nicht nur um die reine Brutalität und Splatter - gut, gegen Ende hin schon - sondern mehr um einen Hauch von Psycho. Wobei dieser am ehesten darauf beruht, dass hier zwei Tabuthemen abgehandelt werden: Kannibalismus und Inzest bzw. Kindesmissbrauch. Schön gepackt und verschnürt mit der Dominanz eines Familienvaters, der nach außen hin ein angesehener Anwalt ist. Nunja, da hab ich aber schon Schlimmeres gelesen. Ich persönlich konnte mit keinem der Charaktere wirklich warm werden und daher so auch nicht in der Form mitleiden, wie es die Figuren vielleicht verdient hätten. Der Epilog in dem Buch, der aus einer Art kleinen Kurzgeschichte besteht, reißt es fast wieder raus.


Vielleicht tu ich dem Buch unrecht und vielleicht bin ich einfach schon zu fantasyverseucht, aber es hat mich nicht gegruselt und Mitgefühl kam auch nicht auf. Es war ein Versuch, ein anderes Genre auszuprobieren, aber ich bleib dann doch lieber bei Altbekanntem...

16. Mai 2011

Karen Marie Moning - Fever-Reihe

Im Bann des Vampirs
Im Reich des Vampirs
Im Schatten dunkler Mächte 
Gefangene der Dunkelheit 

Eine Fantasy-Reihe, die mich absolut in ihren Bann gezogen hat. Leider ist der letzte Band noch nicht auf deutsch erschienen.

Es geht - grob gesagt - um ein verwöhntes Mädchen aus Amerika, die ihre in Irland ermordete Schwester rächen will. Dort angekommen macht sie einige merkwürdige Bekanntschaften und erkennt ziemlich schnell, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Bzw. nicht alle schönen Menschen auch Menschen sind... Es gibt Feen (und nicht alle Feen sind gut!!), Tod-durch-Sex-Wesen, Schatten und viele andere Kreaturen, die echt originell sind und vom normalen Fantasy-Einheitsbrei herausstechen. Natürlich gibt es auch Relikte der Macht und ein klitzekleines bisschen Romantik ist auch dabei. Aber wirklich in homöopathischer Dosis. Sehr viel angenehmer als die in Schmalz versinkende Highland-Saga (die auch ihren Reiz hat, auf jeden Fall).

Man darf sich bloß nicht von den schrecklichen deutschen Titeln der ersten beiden Bände verschrecken lassen, denn mit Vampiren hat diese Fantasy-Reihe so gut wie nix zu tun. Es kommt zwar ein Vampir vor, aber der ist so nebensächlich, wie höhere Mathematik in den Fast & Furious-Filmen...

Karen Marie Moning hat sich mit ihrer Highland-Saga bereits einen Namen in der Romantic-Fantasy-Ecke gemacht, die Fever-Reihe ist aber m.E. um einiges besser. Allein die Erzählperspektive aus der Sicht der Protagonistin ist sehr gut gelungen und man selbst ist eben daher nicht "allwissend". Die Figuren sind teilweise zwar doch recht schwarz/weiß, allerdings weiß man bei manchen bis zum Ende nicht, was man von ihnen halten soll. Wie gesagt, der letzte Band löst wohl viele Rätsel, ich hab ihn aber noch nicht gelesen.
Was KMM sehr gut gelingt, ist die Spannung aufzubauen, zu steigern und zu halten. In allen Bänden gibt es am Ende gemeine Cliffhanger, die einen quasi in die nächste Buchhandlung zwingen. Ich hab wohl für alle 4 Bände ca. 1 Woche gebraucht, weil man einfach wissen will, wie es weiter geht. Auch gab es für mich keine langatmigen Abschnitte.

Am Ende jeden Bandes gibt es eine Art Glossar, was aber als Notizen der Protagonistin dargestellt wird. Diese Notizen werden von Band zu Band erweitert, je nachdem, wie viel neue Erkenntnisse sie über die jeweiligen Dinge erfahren hat. Allerdings sollte man nicht den Fehler machen, sich die Notizen durchzulesen, bevor man den band durch hat, sonst ist die Spoilergefahr doch recht hoch.
In Band 3 gibt es noch eine Karte von Irland und eine von Dublin.

Ich persönlich kann diese Reihe nur empfehlen. Wer allerdings anspruchsvolle Fantasy sucht, ist sicherlich nicht zufrieden. Es ist leichte Fantasykost für Leute, denen auch die Bis(s)-Bücher gefallen haben, und die sich von dem Vampir-Hype ein wenig lösen können.

2. Februar 2011

Tron Legacy

Kurzbeschreibung:
Nachdem Kevin Flynn in den vergangenen 25 Jahre in der digitalen Welt TRON gefangen war, trifft er nun im zweiten Teil "TRON Legacy" mehr oder weniger überraschend auf seinen mittlerweile erwachsenen Sohn Sam. Während dieser dem Grund des Verschwindens seines Vaters nachgeht, wird er selbst in die digitale Welt gezogen.
Gemeinsam mit Kevins Gefährtin Quorra machen sie sich auf den lebensbedrohliche Rückweg zum Ein-und Ausgangsportal durch dieses visuell-atemberaubende Cyber-Universum, um diesem wieder zu entfliehen.

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Vorab muss man sagen, ich bin mit Null Erwartung in diesen Film gegangen, eigentlich hab ich ihn mir tatsächlich nur meines Süßen zuliebe angesehen. 

Ich wurde wirklich mehr als positiv überrascht.

Gut, die Story ist in zwei Sätzen erzählt und die Charaktere bleiben den ganzen Film über recht flach. Auch erlebt man inhaltlich keine wirklich großen Überraschungen, aber ich denke wegen der Story guckt man sich diesen Film auch nicht unbedingt an. Es ist tatsächlich die Optik, die Technik, das Design  und sogar der Soundtrack, der den Film so großartig macht. Ich bin wahrlich kein Fan von Elektromusik, und um Daft Punk hab ich auch immer einen recht großen Bogen gemacht, aber in Tron Legacy passt einfach alles perfekt zusammen. Und ich hätte nie gedacht, dass ich sowas jemals sagen würde, aber mir kamen ausnahmsweise sogar mal zu wenig Verfolgungsszenen vor. 

Wir haben uns den Film in 3D angesehen, und ich denke, alles andere macht keinen Sinn. Nur so kommt man in den vollen Genuss des Films, und das, obwohl die wahnsinnige 3D-Technik in keinem Moment aufdringlich oder gewollt wirkt. 

In meine DVD-Sammlung wird es der Film nicht schaffen, da er meines Erachtens als 2D-Film nicht funktioniert. Dafür ist die Handlung einfach zu flach. Aber ich kann jedem, der ein bisschen Spaß an gut gemachten Filmen hat, nur empfehlen, sich die zwei Stunden zu gönnen. An Avatar soll man diesen Film zwar nicht messen, aber einem Vergleich hielte er mehr als stand.

Von mir gibts 4,5 von 5 Sternen

29. Dezember 2010

Die verlassene Geschichte - Andres Ibanez

Kurzbeschreibung:
Prinz Adenar ist von einer schrecklichen Krankheit befallen: der Langeweile. Also reist er nach Floria, um seine Seele zu suchen. Dort muß er feststellen, daß seine gesamten Erinnerungen aus einem Buch zu stammen scheinen, das alle Florianer kennen. Auf der Suche nach der Wahrheit kommt Prinz Adenar einem Geheimbund auf die Spur...

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Ein Buch vom Grabbeltisch, und für knapp 3,00 € wars auch okay. 
Die Geschichte beginnt wirklich vielversprechend und auch die Ideen des Autors sind sogar erstmal recht innovativ. Prinz Adenar lebt in einer Welt, die fast schon perfekt ist und sehr detailreich und liebevoll beschrieben wird. Doch er erkrankt und muss sich auf die Suche nach seiner Seele begeben. So weit, so gut. Aber ab dem Moment, wo Adenar in die Gesellschaft der neuen Welt, in die er - per Transportkugeln von Feen erschaffen - gelangt gerät, wird das Buch einfach langatmig und sehr vorhersehbar. Der Protagonist wird einem nicht wirklich sympathisch, besonders da er sich unsterblich in die Mörderin seines Vogelfreundes verliebt... sehr, sehr merkwürdig. Das Schlimmste aber ist, dass das Buch einfach aufhört und wohl auch kein Folgeband in Planung ist. Es ist in etwa so, als würde "Herr der Ringe" in Bruchtal enden...

Die Geschichte hat definitiv Potential, verschenkt aber leider sehr gute Ideen und driftet in die Einheitssuppe der Fantasy ab.

Schwache 5 von 10 Punkten.

22. Dezember 2010

Wir sind keine Engel (1955)

Kurzbeschreibung:
Drei Knastbrüder entkommen der Teufelsinsel und schleichen sich bei einer französischen Kaufmannsfamilie ein. Schließlich befreien sie diese von ihrem nervig-bösen Onkel...

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Ein Film, der einfach jedes Jahr zu Weihnachten dazu gehört, wie der Weihnachtsbaum, die Geschenke und Fondue. Ich würde sagen, dies ist mit Abstand der beste Film, den ich je gesehen hab. Einfach ein wundervoller, herzerwärmender Klassiker mit grandiosen Schauspielern. Sir Peter Ustinov in einer seiner besten Rollen, aber auch Humphrey Bogard und Aldo Ray spielen göttlich. Allein die herrliche Szene als per Kartenspiel ausgelost wurde, wer nun Vetter Andre vor der verloren gegangenen Schlage Adolf warnen soll. Schön, dass auch diese am Ende ihren wohlverdienten Heiligenschein erhält.

Jedem, der diesen Film noch nicht gesehen hat kann ich nur empfehlen: Guckt ihn euch an, es lohnt sich. Ein Weihnachtsklassiker, wie er höchstens noch mit "Ist das Leben nicht schön" zu vergleichen wäre, nur viel, viel  lustiger.

Ich vergebe die maximale Punktzahl von 10 von 5 Sternen. 


Stein und Flöte - Hans Bemmann

Kurzbeschreibung:
Die Geschichte von Lauscher, der falschen Freunden folgt, Unschuldige aus Ungeduld und Gedankenlosigkeit verwundet, Frauen liebt, die sich in Wolf und Falke verwandeln, jedoch von einer erlöst wird, deren Augen wie sein magischer Stein schimmern, gehört nicht in die Kategorie der Phantastischen Romane mit ihren Helden, die unverändert von Abenteuer zu Abenteuer fortschreiten. Dies ist ein Entwicklungs-, ein Bildungsroman. Lauscher sucht und lernt und zweifelt, muss das Warten lernen und die wahre Liebe, und vor allem: dass ein Mensch niemals ein Ziel erreicht, ohne nicht im gleichen Augenblick zu begreifen: "...und das ist noch nicht alles!"

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Ein richtig dickes Buch, kleine Schrift auf hauchdünnen Seiten. Aber da ich schon so viel Gutes über dieses Buch gehört hatte, musste ich es doch einmal versuchen. Was soll ich sagen, anfangs war ich wirklich begeistert. Die ganze Geschichte war so märchenhaft und wundervoll erzählt. Viele Geschichten und Erzählungen, Gedichte und Lieder reihten sich aneinander und obwohl Lauscher eigentlich viel erlebt, hatte man nie das Gefühl, dass die Handlung voran-getrieben wird. Anfangs ist dies auch wirklich schön, ja fast ein wenig beruhigend und genau das Richtige um dem Alltagsstress und der Hektik zu entgehen.
Das erste Buch war auch wirklich spannend und man hat mit Lauscher gelitten und sich an der Handlung erfreut. Leider ist aber das gesamte Werk nicht nach dem ersten Buch  zu Ende. Im zweiten Buch sucht Lauscher weiter nach seinem Ziel und manchmal will man ihm schon gern die ein oder andere Ohrfeige verpassen, weil er sich gar so dumm anstellt. Irgendwie lernt er überhaupt nichts, weder von verschiedenen Ereignissen, Weggenossen oder aus den eigenen Fehlern. Es ist keinerlei Entwicklung zu erkennen. Das macht unseren Protagonisten leider immer unsympathischer. Nach gut der Hälfte des Gesamtwerkes habe ich es leider vor Langeweile nicht mehr geschafft weiterzulesen und das doch recht gewichtige Buch zurück ins Regal gestellt. Im Moment interessiert es mich einfach nicht, wie es weitergeht, vielleicht, irgendwann mal lese ich weiter. Bis dahin widme ich mich lieber Büchern, bei denen ich nicht das Gefühl habe, ich verschwende meine Zeit.
Schade, es begann so vielversprechend, ließ aber nach dem ersten Buch rapide nach.

Da ich mich aber anfangs doch ganz gut unterhalten hab, gibts 3 von 5 Sternen.

4. August 2010

True Blood

Kurzbeschreibung:
Sookie Stackhouse arbeitet als Kellnerin in einem Restaurant in Bon Temps im tiefsten Louisiana. Sie verfügt über die Fähigkeit, die Gedanken anderer Menschen zu "hören". Nachdem aus Japan stammender Blutersatz den Vampiren erlaubt, ihre Särge zu verlassen und als ganz normale Mitbürger zu leben, taucht eines Tages der zwar 173 Jahre alte, aber sehr attraktive Vampir Bill Compton in dem Restaurant auf. Sookie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, denn seine Gedanken bleiben ihr verborgen. Die übrigen Provinzler zeigen sich allerdings weniger tolerant, was die Einbürgerung der ehemaligen Blutsauger angeht.
Nach den Stackhose-Romanen der Autorin Charlaine Harris

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Ich hab die HBO-Serie nun endlich gesehen und bin begeistert.
Mir gefällt besonders, dass die Hauptgeschichte um Sookie und Bill sehr nah an dem Buch "Vorübergehend tot" anlehnt. Die Nebenstränge wie Jason, Tara oder Eric sind zwar dazu geschrieben, machen die Serie aber nicht schlechter, ganz im Gegenteil.

Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich die Hauptdarstellerin Anna Paquin überhaupt nicht gut. Im Buch ist Sookie eine typische Mary Sue: Wunderschön und von allen Männern heiß begehrt. Bei A.P. suche ich verzweifelt nach irgendetwas, was ich an ihr schön finden könnte. Ihre Waden sind ganz hübsch, werden aber zu selten gezeigt. Nein, meines Erachtens eine völlige Fehlbesetzung. Bill hingegen find ich fantastisch besetzt. Sam ist mir zu schön (wenn der Sam aus den Büchern so gut ausgesehen hätte, wäre Sookie ihm doch direkt auf Seite 3 schon verfallen...) und Jason nicht schön genug. Eric, boah, den hab ich mir ja viiiieeeel attraktiver vorgestellt. So eine Art Paul Bettany mit langen Haaren Das wäre ja mal was... aber sowas ist ja auch immer Geschmackssache.

Die gesamte Stimmung in der Serie ist toll, man kann richtig den engstirnigen Kleingeist einer amerikanischen Kleinstadt spüren, wo jeder jeden kennt und man nie wissen kann, ob der beste Freund nicht doch der Serienkiller ist...
Das Intro finde ich teilweise schon etwas eklig. Besonders die Stelle, wo der Fuchs verwest. Muss das denn sein?? Die Musik wiederum ist großartig. Mir gefällt besonders, dass beim Abspann immer ein anderes, cooles Lied läuft. Leider ist der Soundtrack (auf CD) nicht halb so gut, wie in der Serie.

Ich hab mir jetzt erstmal den zweiten Band (als Buch) bestellt, denn bevor ich mir die zweite Staffel anseh, möchte ich lieber erst das Buch lesen...

Inception


Eigentlich bin ich nur mit in diesen Film gegangen, weil mein Süßer so begeistert von den Trailern war und regelrecht darauf brannte, endlich diesen Film zu gucken (ich glaub,nur auf Tron 2 freut er sich noch mehr...).

Und was soll ich sagen, der Film ist einfach fantastisch. Obwohl ich ja größter Hasser von Verfolgungsjagden bin und schon Angst hatte, ich könnte der Handlung nicht folgen (selbst James Bond ist meist zu kompliziert für mich), hab ich Inception von der ersten bis zur letzten Minute genießen können.

Man sollte in der Tat nicht zwischendurch rausgehen, aber sonst ist es überhaupt nicht kompliziert, den Film zu verfolgen oder zu verstehen. Die Handlung ist sehr komplex, und man darf sich kein Detail entgehen lassen, aber dafür wird man mit einem tollen Ende belohnt, über das man noch lange grübeln und diskutieren kann.

Besonders gut hat mir Ellen Page gefallen, sie ist einfach zuckersüß und schon seit ReGenesis eine meiner Lieblingsschauspielerinnen. Aber selbst Leo DiCaprio zeigt eine solide Leistung und hat sich m.E. spätestens nach dem Film in die Liga der ernstzunehmenden Schauspieler eingereiht. Toll waren auch Joseph Gordon-Levitt, der mit toller Mimik die Spannung des Films ein wenig aufgelockert hat und Tom Hardy. Über die beiden musste ich am meisten lachen.

Achja, der Soundtrack. Sehr bombastisch, mitreißend und gewaltig. Fast kaum zu glauben, dass das der selbe Komponist ist, der auch die Musik für "König der Löwen" oder für "Besser gehts nicht" geschrieben hat.

Ich kann nur jedem, der auf anspruchsvolle Actionfilme steht, empfehlen, sich Inception anzusehen.

# 9

Kurzbeschreibung:
Eine übergreifende Maschine, bekannt unter dem Namen "Die große Maschine", hat sich zusammen mit allen anderen Maschinen der Menschheit bemächtigt und diese restlos ausgelöscht. Doch unscheinbare kleine Wesen aus Stoff, erfunden von einem Wissenschaftler in den letzten Tage der menschlichen Existenz, haben sich zu einer Mission zusammengeschlossen: in der Postapokalypse zu überleben.
Nur eines von Ihnen, Nummer 9, hat die notwendigen Führungsqualitäten, um alle gemeinsam gegen die Maschinen aufzubringen.
Mit dem gleichnamigen animierten Kurzfilm wurde Regisseur Shane Acker 2004 für den Academy Award nominiert. Nun hat er die Geschichte zu einem abendfüllenden Kinofilm erweitert. Unterstützung fand der Newcomer bei niemand Geringerem als Tim Burton (Nightmare before Christmas) und Timur Bekmambetov (Wanted). Herausgekommen ist ein actionreicher und intelligenter Puppenfilm für Erwachsene, der trotz klarer Tim-Burton-Handschrift eigenständig geblieben ist.

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Ein Film, ganz nach meinem Geschmack.
Niedliche Stoffpüppchen in einer düsteren, schwarz-weißen Welt. Die Handlung drückt mal nicht auf die Tränendrüse, wie in so vielen Animationsfilmen, und einen erhobenen Zeigefinger hab ich auch nicht feststellen können. Ein wenig geht die Welt in Richtung Steampunk und die Maschinen sind wirklich teilweise sehr gruselig. Man merkt schwer den Einfluss von Tim Burton... Für Kinder sicherlich nicht geeignet.

Viele Elemente sind in der Tat an bereits bekannte Filme angelehnt, so erkennt man eindeutig die ATST der (originalen und einzig wahren) Star-Wars Trilogie bzw. die Tripods aus Krieg der Welten.

Der Original-Kurzfilm, der auch auf der BluRay enthalten ist, ist tatsächlich die 5-Minuten-Version des Kinofilms, wer also wenig Zeit hat, kann sich damit behelfen und trotzdem mitreden. Allerdings entgehen einem dann tolle Bilder und eine düstere, beklemmende Stimmung, die sich den ganzen Film über hält. Selbst das Ende ist zwar irgendwie Happy Happy, aber man geht nicht mit dem Gefühl der Zufriedenheit aus dem Film. Ein bisschen Endzeitschmerz nimmt man doch mit...

Dennoch, allein für die liebevolle Gestaltung der neun Püppchen (man sieht schon an der Detailgenauigkeit, in welcher Reihenfolge sie entstanden sein müssen, auch ohne die Rückennummer zu kennen) und der recht morbiden Gesamtstimmung gibts von mir 4,5 Sterne.

11. Juni 2010

Geisterhafte Grotesken - Fabienne Siegmund (Hrsg.)

Kurzbeschreibung

Sie sind aus Stein. Schmücken und zieren die Fassaden unserer Kirchen und Häuser. Leiten das Regenwasser von ihnen ab. Vertreiben den Teufel und sein Gefolge.
Wasserspeier.

Doch sind sie wirklich nur in Stein geschlagene Figuren, starr und leblos?

23 Autoren beweisen in ihren unheilvollen, düsteren, traurig-romantischen und bösen Geschichten, dass Stein oftmals lebendiger ist, als es den Anschein hat…
Mit Beiträgen von Johannes Harstick, Tabea Petersen, Wiebke Beyer, Christoph Marzi, Torsten Scheib, Chris Lind, Miriam Weeke, Tanya Carpenter, Julia Müller, Christoph Hardebusch, Lisa Wagner, Susanne Wolff, Madlen Walther, derhank (Hank), Katharina Seck, Ruth M. Fuchs, Daniela Perndl, Chris Schlicht, Melanie Brosowski, Vincent Voss, Diana Kinne, Oliver Plaschka und Fabienne Siegmund.

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Nachdem ich schon lange auf diese Anthologie gewartet hab, war ich sehr gespannt, ob der Inhalt auch meinen Erwartungen entsprach. Ich muss sagen, es geht. Teils sind die Geschichten wirklich sehr gut, teils merkt man schon, dass es größtenteils Hobbyautoren sind, die den Löwenanteil des Buches ausmachen. Aber auch große Namen der Fantasy wie Christoph Marzi oder Christoph Hardebusch haben sich in dieser Anthologie verewigt.
Manche Geschichten gefallen mir sehr gut, manche sind einfach nur nett zu lesen und manche haben zwar eine gute Idee, diese ist aber nicht so umgesetzt, wie es hätte sein können... Aber die Geschmäcker sind verschieden, und bei 23 Kurzgeschichten ist auf jeden Fall für jeden Geschmack die richtige Geschichte dabei.

Leider hat in diesem Buch das Lektorat und der Satz völlig versagt (Sorry Treogen). Mal abgesehen von dem erzwungenen Blocksatz, bei dem teilweise die Lücken zwischen den einzelnen Wörtern größer sind als die Wörter selbst und dies den Lesefluss enorm stört, finden sich auf fast jeder Seite mindestens ein bis zwei Schreibfehler. Seien es falsch gesetzte Satzzeichen, zusammengeschriebene Wörter (das sehr häufig vorkommende Wort "Gargoyle" wird sehr gerne mit dem darauffolgenden Wort zusammengeklebt, ärgerlich!) oder Rechtschreibfehler. Bei einem Lektorat von fünf Personen m.E. eine mangelhafte bis ungenügende Leistung. Und auch der Satz ist, wie gesagt, mehr als dürftig. Silbentrennung ist auch in Büchern erlaubt, ehrlich!

Positiv hervorzuheben sind allerdings die Zeichnungen. Sehr liebevoll und detailliert gezeichnet ist zu jeder Geschichte unter dem Titel eine schwarz-weiße Zeichnung abgebildet, die offensichtlich auch explizit für die jeweilige Geschichte gezeichnet wurde, da das Motiv in der Handlung stets wiederzufinden ist.

Mein Fazit: Wenn man sich für Gargoyles und Chimären interessiert, ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss. Es gibt auf dem deutschen Markt kein Buch, dass so viele verschiedene Geschichten über dieses Thema beinhaltet. Über das Layout mag man sich ärgern, aber vielleicht ist die zweite Auflage ja korrigiert, dann gibt es auch von mir die volle Punktzahl.

So leider nur 3 von 5 Sternen 

8. Mai 2010

Der Kristall des Chaos - Jennifer Fallon

Kurzbeschreibung
Die Gezeitenherrscher haben sich in Jelidia versammelt, um ein Tor zu einer anderen Welt zu öffnen. Dazu müssen sie jedoch zunächst den Chaoskristall finden, der sie nach Amyrantha gebracht hat. Ihre Suche führt sie nach Glaeba, wo die Herzogin Arkady von dem Unsterblichen Jaxyn gefangen gehalten wird. Kurz darauf gelingt Arkady die Flucht, und auch die Herzogin begibt sich auf die Suche nach dem magischen Kristall. Mit seiner Hilfe hofft der Unsterbliche Prinz Cayal, seinem Leben endlich ein Ende setzen zu können. Doch niemand weiß, wohin das geheimnisvolle Tor zwischen den Welten führen wird.

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Erstmal vorab, der letzte Band der Gezeitenstern-Saga von Jennifer Fallon polarisiert. Liest man bei Amazon die Rezensionen, so würde man sich das Buch wahrscheinlich nicht mehr unbedingt kaufen, aber wie gut, dass man sich selbst eine Meinung machen kann. Mir wäre ein krönender, ja nahezu genialer Abschluss einer innovativen Fantasy-Reihe entgangen.

In jedem Band dieser Saga gab es zum Ende hin eine richtig große Überraschung. Sei es, dass ein neuer Unsterblicher offenbart wurde, oder man endlich erfuhr, wer der ominöse Gefangene ist. Doch der letzte Band toppt alles dagewesene um Längen. 
Eigentlich fand ich Arkady als Protagonistin nie sehr spannend. Ihre Geschichte war schön erzählt, doch wirklich berührt hat sie mich nicht. Spannender fand ich die Gezeitenfürsten, ihre Probleme und Intrigen; selbst das Schicksal der Crassii hat mich mehr interessiert. Dennoch hat mich diese Saga in ihren Bann gezogen, wie es kaum eine andere Fantasy-Reihe geschafft hat. 
Der vierte Band setzt eigentlich die Geschichte in gewohnter Weise fort und man erlebt auch hier noch die ein oder andere Überraschung. Der wirkliche Knaller kommt dann aber ab Seite 532. Plötzlich steht die gesamte Geschichte in einem völlig neuen Licht da und man weiß grad selbst nicht mehr, ob man Männchen oder Weibchen ist. Holla!! Man kann kaum etwas darüber schreiben, ohne zu spoilern, aber ich kann soviel verraten: Es lohnt sich! 

All die Kritiken bei Amazon, die von einem überhasteten Ende, bedingt durch die Zeitnot des Abgabetermins sprechen, kann ich wirklich nicht verstehen. Das Ende musste genauso passieren, wie es Frau Fallon zu papier gebracht hat. Alles andere wäre wahrscheinlich der Saga nicht würdig gewesen. Und bis auf das kleine Verständnisproblem des Namens, hat mir das Ende zu 200% zugesagt. Es war großartig und man kommt ganz schön ins Grübeln. Sehr schlau, Frau Fallon.

Die Zeit des Wartens zwischen den Erscheinungsterminen zog sich wie Kleister, und am Veröffentlichungstag hatte ich schon meist die Hälfte des Buches verschlungen (nun weiß ich, wie es all den Harry-Potter-Freaks ging...). ich hoffe sehr, dass es vielleicht noch weiter geht. Irgendwie. Luft dafür, hat sich die Autorin ja gelassen. Vielleicht auch einfach ein Spin-off, der sich mehr um die Zurückgelassenen dreht. Vielleicht auch eine Geschichte der Crassii. Möglichkeiten gibt es nun wahrlich genug. 

Ich bin ein wenig traurig, dass es nun vorbei sein soll, dennoch wissen wir ja nun, vorbei ist es mit den Gezeitenfürsten nie, denn sie sind unsterblich...

5 von 5 Sternen!!

5. April 2010

Kurzbeschreibung
ein Segelkurs kann wirklich sehr aufregend sein - und lustig dazu. Und auf jeden Fall ist er manchmal sinnvoller als eine Kontaktanzeige ... Judith verliebt sich unsterblich in den Segellehrer, den sie irrtümlicherweise für eine moderne Ausgabe von Käpt'n Sparrow hält. Rebecca sehnt sich nach einem aufregenden Seitensprung auf hoher See, nur Bille möchte wirklich Segeln lernen. Und nebenbei ihren unerträglichen Freund eifersüchtig machen. Mit von der Partie auf der stürmischen Ostsee: alte und junge Seebären, Ehepaare mit erstaunlichen Macken und jede Menge Fisherman's Freind extra strong. Eine verwickelte, sehr witzig erzählte Liebesgeschichte, bei der sich auch Landratten bestens amüsieren werden.

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Der Nachfolgeband des Bestsellers "Männer und andere Katastrophen" ist m.E. noch lustiger. Es sind ca. 1 1/2 Jahre vergangen, aber wirklich reifer ist keine der Protagonistinnen geworden. Rebecca, Judiths Schwester ist nun "das Mutti"  und möchte ein bisschen Abwechslun gin ihren Alltag bringen. Womit geht das besser, als mit einem Segelkurs... Auch Bille, die immer noch mit der schlechten Kopie von Pat Bateman zusammen ist, ist dabei, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. 

Erst dachte ich, ohje, ein Segel-Roman. Wo ich doch gar kein Wassertyp bin. Aber Kerstin Gier wirds schon richten. Und ich hab mich nicht getäuscht, dieser Band ist sogar noch lustiger. Die Figuren sind mal wieder liebevoll überzeichnet, der Sprachwitz erwartungsgemäß ausgesprochen lustig und man lernt sogar noch das ein oder andere Segelmanöver. Von der "neuen" Rechtschreibung ganz zu schweigen.
Ich hab dieses Buch mal wieder in einem Rutsch durchgelesen (auch mal wieder bis 3:00 Uhr nachts), und freue mich, dass ich noch einige Gier-Bücher vor mir hab.

Ach, und auch auf jeden Fall immer die Danksagungen lesen, lohnt sich!!

Männer und andere Katatrophen - Kerstin Gier

Kurzbeschreibung
Judith, 26, ist ziemlich unzufrieden. Ihr Freund kümmert sich nur noch um Sport und andere Frauen, das Studium und den Bürojob hat sie satt, und die Männer, mit denen sie sich trösten möchte, sind die reinsten Katastrophen. Auch ihren Freundinnen ergeht es nicht besser: Susanna hat alle Prinzipien über Bord geworfen und sich dem Mammon zuliebe mit einem gefräßigen Langweiler eingelassen, Katja wird von ihrem Freund belogen und betrogen, und Bille verliebt sich ausgerechnet in einen notorischen Angeber. Wie sie von einem Desaster ins andere schliddern, wird bis zum überraschenden Ende witzig, spritzig und spannend erzählt. Die Suche nach dem Traummann wird für Judith zum grotesk-komischen Abenteuer.

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Eins der früheren Bücher von Kerstin Gier, welches sogar mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt wurde.
Der Humor ist zwar nicht so genial wie in ihren späteren Büchern, aber auch hier sieht man bereits ihr unglaubliches Talent der Beobachtung und Darstellung von Situationen, die jeder im Alltag erlebt, sich aber nicht weiter drum kümmert. Kerstin Gier schafft es immer wieder daraus sehr lustige Situationen zu kreieren, mit denen sich jeder sofort identifizieren kann. Die veschiedenen Typen von Männern (und auch Frauen) sind zwar ein wenig überzeichnet, aber das macht sie ja auch so liebenswert. Ihr Humor ist einfach unübertroffen, und ihr Sprachwitz großartig.

Und ich persönlich liebe es besonders, dass die Geschichte wieder in Köln spielt. So hat man doch immer wieder hier und dort ein kleines Aha-Erlebnis...

Btw, der Roman "Fishermans Friend in meiner Koje" ist der Nachfolgeband, und sogar noch lustiger!


 

20. März 2010

Gegensätze ziehen sich aus - Kerstin Gier

Kurzbeschreibung
Was macht Frauen glücklich? Schokolade, die Kraft positiver Gedanken oder schöne Schuhe? ­- Mit der Boutique Pumps und Pomps kann die MÜTTER-MAFIA, die kreative Gegenbewegung zu allen Super-Muttis, sich bald alle Träume selbst erfüllen. Hier gibt es nicht nur traumhafte Stilettos, wunderschöne Stiefel und köstlichen Cappuccino, sondern auch die besten Tipps in Herzensangelegenheiten. Und die kann Constanze, genannt DIE PATIN, selber gut gebrauchen. Denn die Zukunftspläne ihrer ganz großen Liebe Anton passen leider so gar nicht zu ihren eigenen ... Wie groß muss die Liebe sein, um mit anstrengenden Eltern, eifersüchtigen Töchtern und dem Wunsch nach mehr Nähe fertig zu werden?

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Der dritte Teil der Mütter-Mafia-Reihe schließt nahtlos an Band zwei "Die Patin" an. Sowohl inhaltlich, wie auch mit dem unschlagbaren Humor. Es geht weiter in der Insektensiedlung und Constanze gerät auch diesmal wieder in einige Schwierigkeiten, die sie sich zum größten Teil selbst schafft. Ihre Beziehung mit Jaguarmann Anton entwickelt sich, und das nicht immer zu Constanzes Wunsch. Ihre Eltern kommen aus Pellworm zu Besuch, was natürlich auch zu skurrilen und mehr oder weniger peinlichen Momenten führt. Die Mütter-Society hat ihre soziale Ader entdeckt und verstrickt sich dadurch auch in äußerst amüsante Situationen...
Insgesamt ist dieser Band zwar nicht der lustigste der Mütter-Mafia, aber auf jeden Fall wieder sehr lesenswert. Man will einfach wissen, wie es weiter geht. Die Handlung an sich wird nicht wirklich weitergetrieben, auch wenn ganz am Ende doch noch was Überraschendes passiert, aber man erlebt den Alltag der bereits liebgewonnenen Personen mit und durch Giers unübertroffen lustige Schreibweise vermisst man auch gar nichts. Ich glaub, die Frau könnte auch eine Speisekarte schreiben, und man würde sich bepinkeln vor lachen...

4 von 5 Sternen, da ich schon noch Besseres von ihr gelesen hab.

15. März 2010

Ginster und Schwert - Kerstin Tomiak

Kurzbeschreibung

Ein erbitterter Krieg – eine große Liebe

Die Kriege zwischen den Adelshäusern York und Lancaster verwüsten das Land. Richard von Gloucester hat seinem Bruder und König ewige Treue geschworen. Daran hält er fest, auch wenn er dadurch seine große Liebe Anne verlassen muss. Doch trotz Verrat, Intrigen und ihrer Hochzeit mit einem anderen kann Richard Lady Anne nicht vergessen.

Ein farbenprächtiger historischer Roman aus dem England des 15. Jahrhunderts.

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Ein Buch über die Rosenkriege. Natürlich, wenn man sich ein bisschen mit Geschichte auskennt, weiß man, dass dieses Buch nicht unbedingt ein Happy End hat. Dennoch ist die Geschichte über die Liebe zwischen Richard von Gloucaster und Anne, der Tochter des "Königmachers" Warwick sehr schön und stimmungsvoll erzählt. Erzählt wird aus der Sicht von Anne, jedoch nicht in der Ich-Perspektive. Da es offensichtlich nicht wirklich detaillierte belegte historische Hintergründe existieren, kann ich auch nicht viel über die Authentizität des Romas sagen, kann mir aber gut vorstellen, dass es so gewesen sein kann. 
Die Autorin schreibt in einem flüssigen Stil und schafft es, dass man mit den Figuren mitfühlt und mitleidet. Man kann in die Intrigen und Ränkeschmieden des Mittelaltern eintauchen und sich ein wenig in einer schönen Liebesgeschichte verlieren, die letzendlich doch irgenwie gut ausgegangen ist. 

Letzendlich ist dies zwar kein Buch, was einem ewig im Gedächtnis bleiben wird, aber man ist gut unterhalten und es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen.

4 von 5 Sternen 

26. Februar 2010

Die Löwin von Aquitanien - Tanja Kinkel

Kurzbeschreibung
Leichtsinnig und romantisch, ehrgeizig und kaltblütig, Leitstern der Troubadoure, eine meisterhafte Politikerin, wenig besser als eine Dirne - all diese Eigenschaften wurden der grossen Königin des 12. Jahrhunderts von der Überlieferung nachgesagt. Was davon wahr ist? Vielleicht ein wenig von allem. Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, fand die junge, lebenshungrige Eleonore erst als über Achtzigjährige im Kloster von Fontevrault ihren Frieden: Sie hatte zwei königliche Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt.

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Da ich im Moment historische Bücher in mich einsauge, kam ich nicht umhin auch das Buch über Eleonore von Aquitanien zu lesen. Tanja Kinkel ist meines Erachtens ein Garant für gut recherchierte historische Romane, wobei sie selbst im Anhang schreibt, dass sie bewusst einige Fakten bzw. Namen geändert hat. Nun, da es ihre volle Absicht war, sei es gestattet.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Beschreibt es doch nicht nur die Lebensgeschichte Eleonores, die hierzulande leider eher unbekannt ist, sondern gibt auch Einblicke in das aufregende Leben von Richard Löwenherz und König John, bekannt aus Robin Hood.
Wir erleben mit, wie Eleonore zwei Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt und bis zuletzt als unfassbar starke Frau und Königin England und große Teile Frankreichs regiert.

Trotz der vielen Seiten wird das Buch an keiner Stelle langweilig, ganz im Gegenteil, man kann es kaum zur Seite legen. Und trotz der vielen Namen und Personen verliert man nie den Überblick. (Hier sei angemerkt, dass Frau Kinkel laut Anhang bewusst einmal einen Namen geändert hat, da es zu der Zeit wohl etwas zu viele "Geoffreys" gab. ) Zudem enthält der Anhang auch mehrere Stammbäume mit den Familienzweigen der verschiedenen Häuser.

Ein kurzweiliger Roman, der ein ganzes Leben einer der interessantesten Frauen des Mittelalters umfasst. Sehr empfehlenswert!

5 von 5 Sternen

19. Februar 2010

The Big Empty


John (Jon Favreau), ein erfolgloser Schauspieler, der einen Haufen Schulden hat, soll einen blauen Koffer in der Wüste an einen unbekannten Cowboy übergeben. Selbstredend darf dieser Koffer nicht geöffnet werden. Selbstredend verpasst John Cowboy und sitzt erstmal in einem kleinen Kaff im Nirgendwo der Wüste fest... Während er also auf Cowboys Rückkehr wartet, erfährt er so allerhand über die wenigen Bewohner des Ortes und stolpert immer tiefer in eine äußerst merkwürdige Situation, in der nicht nur insgesamt 12 blaue Koffer, eine Bowlingtasche und Außerirdische eine große Rolle spielen...

Ein kurioser Film, der aber dennoch das Zeug zum Kultfilm hat...
Der Vergleich zu David Lynch (auf der Rückseite der DVD) ist meines Erachtens ein bisschen weit hergeholt, sind Lynchs Filme doch eher abgedreht, verstörend  und düster. "The Big Empty" ist weder düster noch verstörend. Okay, ein wenig abgedreht, aber letzendlich fühlt man sich nicht verloren, wenn der Abspann läuft.

Der Film an sich ist ruhig, sehr ruhig, aber dennoch kurzweilig. Die Story ist auch nicht unbedingt das, worauf es hier ankommt, es sind eher die Bilder, die Portraits der Einwohner und die Stimmung der Gesamtsituation. 
Dass am Ende doch irgendwie noch alles gut wird, rechne ich dem Film hoch an, auch wenn nicht alles verständlich ist oder aufgeklärt wird...

Fledermausland - Oliver Dierssen


Kurzbeschreibung

Sind Sie schon einmal nackt einer Fledermaus begegnet?

Das ist nur eines der Probleme, mit denen Sebastian Schätz zu kämpfen hat, und langsam weiß er nicht mehr weiter: Die GEZ hetzt ihm eine Bande von Zwergen auf den Hals. Auf einer Toilette wird er von einem depressiven Vampir überfallen. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass die Frau, die er liebt, gar kein Mensch ist. Kann es für Sebastian noch schlimmer kommen? Ja, es kann ... Willkommen im Fledermausland!

Sebastian Schätz, Anfang zwanzig, treibt eher planlos durch Hannover. Seine Freundin Kim ist zwar überirdisch schön, hält ihn aber noch auf Abstand. Also ist für Sebastian Priorität Nummer eins, Kim ganz für sich zu erobern. Doch auf einmal häufen sich die seltsamen Ereignisse: Zuerst muss er sich nachts gegen eine Fledermaus wehren, und zwar nackt. Dann vermasselt ihm auch noch ein Vampir das langersehnte Date mit Kim. Als er schließlich von einem unheimlichen Hausgeist und ein paar korrupten Zwergen entführt wird, dämmert Sebastian Schätz so langsam, dass er da in etwas hineingeraten ist: Ist die Welt völlig verrückt geworden oder nur er selbst? Für Sebastian beginnt die längste und wildeste Nacht seines Lebens. Er muss nicht nur sein, sondern auch Kims Leben verteidigen – und am Ende ist nichts mehr, wie es einmal war ...

Der definitive Vampirroman für die Generation Praktikum – umwerfend komisch und packend.

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Bei der Leserunde mit Autor im Fantasy-Forum wurde diesmal der echt lustige Debutroman von Jungautor Oliver Dierssen besprochen. Er war, was bei einer Leserunde mit Autor üblich ist, auch selbst dabei und hat geduldig und bereitwillig auf all unsere Fragen und Kommentare geantwortet. 
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Sprache vor allem ist amüsant und sehr kurzweilig zu lesen. Das Buch ist rasant geschrieben und weist auch viele sehr originelle Ideen auf, angefangen von dem Hausgeist mit Putzfimmel, der unter der Spüle lebt, über notorisch böse und misstrauische Zwerge der GEZ bis hin zu dem gefählichsten aller Dämonen, den Bhael(zebub), der aber auch seine, nunja, kuscheligen Seiten hat... 


Ich würde sagen, bei dem Buch kann jeder seinen Spaß haben, aber besonders die Leser zwischen 20 und 35 Jahren werden den ein oder anderen Aha-Moment erleben. 
Vergleiche zu Hennens "Nebenan" und Lukianenkos "Wächter" spare ich mir mal, auch wenn es evtl. einige Parallelen aufweisen mag. Vergleiche haben immer einen faden Beigeschmack; dieses Buch hat sowas gar nicht nötig, es funktioniert wunderbar ohne sich auf irgendwelche vorgegebenen Stufen anderer Autoren stellen zu müssen.

4 von 5 Sternen 

17. Februar 2010

Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier

Kurzbeschreibung

Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!
Lach-Therapie für alle Schwarzseher - oder wenn das Leben es mal wieder nicht so gut mit einem meint ...

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Wieder ein sehr lustiges und empfehlenswertes Buch meiner Lieblingsautorin Kerstin Gier. Diesmal schreibt sie leichtfüßig und gekonnt humorvoll über das gar nicht lustige Thema "Selbstmord" und "Depression" ohne dieses ernste Thema in irgendeiner Form ins Lächerliche zu ziehen. Ganz im Gegenteil, ob des doch recht traurigen Umstands, dass Gerri sich das Leben nehmen möchte, stolpert sie in so abgedrehte und zum Teil tragische Situationen, dass man allein deshalb schon mitfühlt. Zum Glück wendet sich alles zum Guten und man ist selbst versucht, einfach mal auch seine Abschiedsbriefe zu schreiben und in seinem Leben und dem Freundes- und Bekanntenkreis mal Tabula rasa zu machen. Wer weiß, vielleicht stimmt es ja, dass sowas befreiend wirkt und man sich danach einfach besser und gereinigt fühlt.

An manchen Stellen wurde der Witz zwar bis aufs Blut ausgereizt, dennoch ist dies eines der noch besseren Gier-Bücher. Kaufempfehlung, besonders, wenn man gerade selbst ein bisschen down ist. 
Tipp: Nicht das Nachwort vergessen, darin ist Frau Gier immer besonders kreativ...

4,5 von 5 Sternen